Dienstag, 16. Oktober 2012

Ein Abgesang

Nach kurzem, wenngleich heftigem Studium der zerklüfteten Bloglandschaft, die sich ja gerne und immer wieder mal in Gedankenwelten begibt, die ihr fremder nicht sein könnten, muss ich euch leider eine bestürzende Mitteilung machen:

Diese Welt ist nicht mehr zu retten!

Hatte ich nicht kürzlich noch erwähnt, wie das humane Wesen immer und überall versucht ist, alles in Relationen zu setzen? Man kann und darf getrost unterschiedlicher Meinung über BAUMGARTNER´S JAHRHUNDERTSPRUNG sein, allerdings sollte beim Herstellen und Ableiten von Zusammenhängen gelegentlich drauf geachtet werden, welche Synapsen da verknüpft und beansprucht werden.

Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Wer glaubt, über einen hohen Intellekt zu verfügen, gar ganze Bücher schreibt und sich zum Filosofen berufen fühlt, dem sei angeraten, erstmal zu lernen, wie Menschen ticken.
Wenn jemand nicht gerade so genial ist, dass er in seinem eigenen Parallel-Universum durch die Gegend paddelt, dann braucht er Vorbilder, Vorreiter, Helden, denen nachgeeifert wird, die einem aber auch an einem bestimmten Punkt zeigen, wo die eigenen Grenzen sind. Das ist gut für den Menschen, einerseits fördert es den Ehrgeiz und andererseits hält es ihn davon ab, Unmögliches erreichen zu wollen und damit wahrscheinlich zu  scheitern.
Je jünger man ist, desto mehr, da -ich bitte an dieser Stelle ausdrücklich um Korrektur, falls ich mich irre-
für gewöhnlich ab dem späten Kleinkindalter gemerkt wird, dass die engsten Bezugspersonen  diese Funktion wohl doch nicht so pralle ausfüllen können.

Als Neil Armstrong als erster Mensch den Mond betrat, war ich nicht ganz 6 Jahre alt und danach wollte ich nur noch eines: Astronaut werden. Später hat mir einer von diesen damals arg verbreiteten Desillusionskünstlern, die wir gemeinhin Lehrer nennen, erklärt, welche Voraussetzungen erfüllt werden mussten, um diese Welt zu verlassen und in andere vordringen zu können.
Ich schwenkte um auf  Pelé, später Nietzsche, kurz drauf John F. Kennedy.
Schaut mich heute an: Ein einsachtundzwanzig grosser Baggerfahrer, der in seiner Spezialanfertigung  den Gedankenboden durchpflügt und Kartenhäuser einreisst.
Bitte wartet einen Moment, ich muss kurz meine Tränen trocknen.
Danke.

Jedenfalls, um die Aufmerksamkeit wieder auf oben Erwähntes zu lenken, würde ich meine imaginären Kinder niemandem anvertrauen, der behauptet, ein Extremsportler sei ein schlechtes Beispiel für die Jugend und das Ereignis hätte viel zu viel Aufmerksamkeit erhalten - was er sinnigerweise in Zusammenhang mit der fehlenden  für die Verleihung des Wirtschaftsnobelpreises setzt.
Ohne jetzt genauer auf die beiden ausgezeichneten Wissenschaftler eingehen zu wollen, da ich deren Werk nicht kenne, erlaube ich mir festzustellen, dass genau die Art von Forschern und Lehrern uns, sprich die Welt und deren Einwohner, in genau die Scheisse geritten hat, aus der mittlerweile bestenfalls noch die Haarspitzen rausgucken.
Dafür gibts dann auch noch Auszeichnungen und Ehrungen. Moralisch unterstützt von Schmalspurdenkern wie solchen Blogautoren.

Manchmal möchte ich einfach aufgeben...hab ein bisschen was auf der hohen Kante, das könnte prima eingesetzt werden, um sich in der Südsee niederzulassen und  die Eier  kraulen zu lassen. Den ganzen lieben langen Tag lang.

Ich möchte mehr Vorbilder, bitte!

Nachtrag: Bei uns schneit es, das macht mich immer so melancholisch, also, ausser im Winter.
Daher heute so gemässigt.




22 Kommentare:

  1. *Taschentuch zück* Warte mal, du hast das was am Mund. *Geifer aus dem Mundwinkel tupf* So, schon besser! :P

    Das Einzige, was ich hieraus ziehe, ist, daß wir alle offensichtlich unterschiedliche Vorstellungen von Helden haben. Wie bereits gesagt: Für mich ist er auch kein held, da sein Sprung nichts für die Menschheit und die Welt verbessert hat. Das ist meine persönliche Definition von Heldsein.

    Die Gefahr für die Jugend sehe ich auch nicht. Welcher Jugendliche hat mal schnell 50 Millionen, um diesen Sprung nachzumachen?

    Zum Thema Wirtschaftsnobelpreis: Ob die zwei Herren uns in die Schei*e geritten haben, weiß ich nicht, da ich mich nicht mit ihren Verdiensten beschäftigt habe (weiß du es?), aber das klingt pauschal so, als ob jeder, der 'ne Bilanz lesen kann, ein böser Mensch sei. o.O *dagegen bin* Ich bin dieses pauschale "Die bösen BWLer, die..." ehrlich gesagt so langsam leid. Das Wort 'Manager' (gleichbedeutend mit 'BWLer' im allgemeinen Chargon) ist mittlerweile zur Beleidigung verkommen. Dahinter steht nur Unwissen der Tätigkeiten eines Managers (es gibt unterschiedliche), Unwissenheit der großen wirtschaftlichen Zusammenhänge(ganz ehrlich: wer die versteht, ist echt richtig gut! Denn so simpel, wie die Zeitungen es einem zu verklickern versuchen, ist das ganze Chaos nicht.), Neid (die verdienen so viel mehr als der Durchschnitt) und die ständige Suche der Menschen nach einem Schuldigen für das eigene Unglück (für T*rroristen sind wir die Schuldigen, für die Russen waren/sind? es die Amis, für uns sind es die Manager, historisch waren es die J*den) Mich nervt es nur noch ... soviel dazu! Und nein, ich bin keine BWLerin.

    Und daß du hier proklamierst, daß die Welt nicht mehr zu retten ist, ist nicht aufbauend für so hoffnungsvolle Menschen wie mich, die irgendwann mal die Welt (oder ein Stückchen davonm) retten wollen. Was nuh? Neue Berufung suchen oder was? *snief* Du hast mir gerade meine Chance auf Heldentum (nach meiner Definition) genommen *snief* Fühlst du dich wenigstens ein bissi schuldig deswegen? ;P

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    1. Das sollte ich umformulieren: historisch wurden die J*den von den N*zis zu den Schuldigen erklärt, was natürlich falsch war. Bevor mir jetzt dieses abartige Gedankengut unterstellt wird!

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    2. Fühle mich grad total schuldig. Stehe schon ne geschlagene Stunde in der Ecke und schäme mich.

      Ich glaub, das Taschentuch hätteste lieber bei dir selbst angesetzt, ich für meinen Teil war und bin nämlich völlig ruhig, was ja im Übrigen eh so ein weitverbreitetes Klischee zu sein scheint: Ihr denkt anscheinend immer, ich sässe hier mit Schaum vorm Mund oder würde wie ein Derwisch mit hochrotem Kopf durch die Gegend hüpfen. Fa-haaaaalsch. Ich bin völlig entspannt und alles, was ich hier schreibe, würde ich jedem auch so ins Gesicht sagen...und zwar im selben Tonfall, wie ich ´nem 5jährigen ne Gute-Nacht-Geschichte erzähle.

      Für mich bleibt er nachwievor ein Held, weil er etwas gewagt (und sogar vollbracht) hat, und das als erster Mensch überhaupt. Der Nutzen ist dabei erstmal zweitrangig, wobei ich glaube, dass der wahrscheinlich im medizinischen Bereich liegen wird. Belastbarkeitsgrenzen, Auswirkungen auf die Zellstruktur, Kreislauf etc.pp.
      Aber darum gings ja auch gar nicht, sondern dass Blogger und Journalisten immer wieder Zusammenhänge herstellen, die es so nicht gibt. Und zwar um als guter Mensch dazustehen. Fishing for Lesers, fishing for Anerkennung.^^

      Der Wirtschaftsnobelpreis wird erst seit 69 verliehen und das Preisgeld wird von der schwedischen Reichsbank gestiftet. Die beiden Herren sind BWLler, VWLer und Mathematiker, Amerikaner.
      Was ich damit sagen wollte (oben im Post) ist, dass ein Nobelpreis heutzutage nix, aber auch gar nix mehr wert ist und eher die Nützlichkeit für bestimmte Interessensgruppen im Vordergrund steht und nicht die tatsächliche Leistung, die eine bedeutende für die Menschheit sein sollte.

      Ungefähr als du geboren wurdest, setzte überall ein "alternatives" Denken ein, im Sozialen, in der Ökonomie, im Arbeitsleben allgemein...und wo hat uns das hingebracht? Dass Soft-Skills salonfähig wurden und nun eingesetzt werden, um die unteren Chargen zu verarschen.
      Dir ist die grösste Investmentbank der Welt ein Begriff? Die kaufen genau die intelligentesten Absolventen gleich von der Uni weg, zahlen ihnen Millionengehälter? Und wofür? Damit sie genau die Schweinereien umsetzen, die die Bankenkrise ausgelöst haben. Nur ein -recht verallgemeinerndes, zugegeben- Beispiel.
      Für konkrete gib mir mal 2 Stunden Zeit, dann recherchiere ich mal kurz ein paar Zahlen und Daten.
      Btw. habe ich selber BWL und VWL (und Philosophie, jaja, lacht nur) studiert...und wenn dir im Studium schon beigebracht wird, wie man ne Bilanz fälscht, sagt das, glaube ich, sehr viel über die Ethik.

      Und die Kollegen mit dem * werden und wurden schon seit Tausenden von Jahren zum Sündenbock gestempelt und zwar von allen.
      Kamillentee? ;)

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    3. Du darfst ja deine Helden haben, nicht falsch verstehen. Nur gehen die Meinungen über das Heldentum auseinander. (In der griechischen Mythologie kamen die Männer mit echt üblen Taten noch immer als Helden durch.)

      Ey, also ... hallo? Jetzt geht's aber los! Den Nobelpreis zu verunglimpfen! Menno! Hast du gerade Spaß daran, mir alle meine Zukunftsträume niederzureißen?! Pffff! ^^

      Ich kann es ja für den Friedensnobelpreis verstehen: Laut Tom Lehrer wurde die politische Satire obsolet, als Henry Kissinger den Nobelpreis bekommen hat. Dann bekommt Barack Obama den Nobelpreis ohne irgendwas erreicht zu haben - für zukünftige Taten. Dieses Jahr bekommt ihn die EU. o.O Übrigens ist der Wirtschaftsnobelpreis streng genommen kein Nobelpreis, also schön die Füße still halten! ;P

      "Dir ist die grösste Investmentbank der Welt ein Begriff? Die kaufen genau die intelligentesten Absolventen gleich von der Uni weg, zahlen ihnen Millionengehälter? Und wofür? Damit sie genau die Schweinereien umsetzen, die die Bankenkrise ausgelöst haben. Nur ein -recht verallgemeinerndes, zugegeben- Beispiel." Japp, sehr verallgemeinert. Das Wegkaufen der besten Absolventen von der Uni ist heute fast normal - in fast jeder Branche (also nicht gerade in Philosophie *hust*). Ist doch auch kein Problem oder? Man studiert ja nicht des Studieren wegen, sondern um einen guten Job zu bekommen. Und für die Bankenkrise gibt es viele Gründe - nicht nur die bösen BWLer. Da können wir uns jetzt gegenseitig ZDF (Zahlen, Daten, Fakten) an den Kopf werfen, soviel wir wollen und werden die wahrheit nicht ganz umfassen können, weil es einfach nicht so trivial ist.

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    4. Das Wegkaufen ist dann kein Problem, wenn ich die Weggekauften nicht zu meinen Zwecken missbrauche.
      BWLer, VWLer, Mathematiker, IT-Spezialisten (Liste beliebig erweiterbar)...würden die "Nein" sagen, wenn jemand von ihnen verlangt, manipulativ ins Finanzgeschehen einzugreifen, dann hätten wir den Salat nicht.
      Es ist nicht schlecht, viel Geld zu verdienen aka einen guten Job zu haben, sondern es kommt darauf an, wie man das macht.
      Übrigens brauch ich die Füsse gar nicht stillhalten, das steht nämlich da oben schon, dass der "Wirtschaftsnobelpreis" von der schwedischen Reichsbank gestiftet wird.
      Ich kann hier nur verallgemeinern oder willste Blogposts lesen, die länger als die Bibel sind und mit 1000en Querverweisen? Gibts alles bei WP, gähn...Details, um vom Grundproblem abzulenken oder seine eigene verquaste Denkweise zu rechtfertigen.

      Übrigens frag ich mich ja immer noch, was an deiner Fachrichtung so verwerflich ist, dass du sie noch nicht einmal genannt hast.
      Ich vermute ja irgendwas ganz Abgefahrenes wie du bist Friedensforscherin und dein Mann Waffenhändler. Oder so 8)

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    5. Wir sind die Bösesten der Bösen ... S*tan hat erst letztens ein sechswöchiges Praktikum bei mir gemacht *scherzle gemacht*

      Ich halte es aus verschiedenen Gründen geheim, die aufzulisten mich heute morgen meinen Zug verpassen lassen würden, weswegen ich einfach antworte: "Weil ich das so will.". ^^

      und warum bin ICH Zornbrocken in deiner Vorstellung die Friedensforscherin? o.O

      So, jetzt muß ich aber los ...

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    6. Da steht: Ich frage mich, nicht: ich frage dich.
      Die Bösesten der Bösesten...hmmm, Oh, mein Gott, du bist Bäckerei-Fachverküferin?
      Eigentlich wollte ich das ja andersrum schreiben, aber dann hätte sich dein Mann bestimmt beleidigt gefühlt. 8)

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  2. ... ich komme mir vor, wie ein Verbrecher, weil ich jetzt über meinen eMail-Posteingang hier hereinschleiche, damit Du mit uns allein sein kannst - wollte ich nur mal sagen...
    Kannst Du das eigentlich auch sehen?

    "Die Welt ist nicht mehr zu retten!" ? Na, so ein Mist aber auch...

    Auch auf die Gefahr hin, dass mir hier keiner glaubt, aber mein Vorbild war, ist und wird wohl auch mein Vater bleiben.
    Ein Held ist er natürlich nicht außerhalb seiner Familie, aber ein Vorbild.

    Die Helden meiner Kinder sind schnell aufgezählt:
    Batman, Indiana Jones und Luke Skywalker.
    Meinen Großen müßte ich glatt mal fragen, wen er als Vorbild/Vorreiter/Held zur Zeit sieht. Als wir das letzte Mal darüber sprachen, war Keith Harding sein Vorbild - ist schon ein paar Jahre her (Gott sei Dank), Held? keine Ahnung...

    Ich gebe Dir Recht, dass man als Mutter oder Vater die Rolle des allwissenden Übermenschen nicht lange spielen kann.
    Sehr schade...

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass meine Söhne dem Herrn Baumgartner nacheifern würden, also kleine Pappkapseln bauen und sich vom nächsten Hochhaus stürzen oder so. Sie springen da ja auch nicht runter, weil sie denken, dass die Macht mit ihnen ist.

    Aber so gruselige Bilder von HochhausKletterern und dergleichen habe ich schon manchmal im Kopf. Und dann habe ich auch Angst, dass sie aus irgendeiner Situation heraus auf idiotische Ideen kommen, um den Helden, oder das, was sie dafür halten, zu spielen.

    Wer jetzt nun für die Scheiße, in der wir bis zu den Haarspitzen sitzen, verantwortlich ist, kann ich nicht beurteilen. Ich sehe nur immer einen kleinen Teil, der mich aufregt, den ich für vermeidbar halte.

    @Daria: schön, dass Du den Südsee-Cowboy schon sauber gemacht hast. Ich hätte die ganze Zeit auf den Sabberfaden schauen müssen. Danke ;)






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    1. Mir fehlt grad so ein bisschen die Sinnhaftigkeit deines ersten Satzes...denk mal drüber nach und finde den Fehler selbst ;)

      Eins meiner Vorbilder (damals) war JFK, ich fand den toll, charismatisch, guter Redner und letztendlich auch nicht so fett wie die anderen Politiker. Dass der selbsterklärte Berliner mit Senf gefüllt war, wurde mir auch erst sehr, sehr viel später bewusst. Hat´s geschadet? Denke nicht, weil ich mich dnno dunnemals ja nur an dem öffentlichen Bild hochgezogen habe. Ausserdem war das so schön tragisch, dass er umgelegt wurde.
      Ich glaube und dabei bleibe ich natürlich auch, dass es nix Wichtigeres für junge Menschen aka Kinder gibt als Vorbilder und wenn Eltern, Lehrer, Trainer merken, dass die Idolsuche in eine bedenkliche Richtung geht, sollten sie eingreifen.
      Wenn ihnen aber die Bedeutung der Funktion gar nicht klar ist, sehe ich schwarz.
      Natürlich nicht in echt...die Menschen mogeln sich immer irgendwie durch. Sieht man ja. Allerdings gefällt mir persönlich das Zwischenresultat nicht.

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    2. wieso fehlt Dir da die Sinnhaftigkeit? Du wolltest mit uns allein sein... das hat Hijack auch bemerkt.
      Deshalb schleich ich mich nun an. Ich bin voll verantwortungsbewußt!

      Ich denke, Kinder suchen sich immer Vorbilder und Idole. Zunächst Eltern oder ältere Geschwister, dann eben, wenn der Dunstkreis größer geworden ist, außerhalb der Familie.
      Allerdings seh ich auch, dass vielen Kindern das verwehrt wird, auf sehr subtiler Weise.

      Ich glaube, ich muss doch einen wp-Blog aufmachen, um auch mal was von der Arbeit erzählen zu können....

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    3. Deine Schleichwege sind aber nur für mich und dich ersichtlich, oder?
      Gewisse Dinge wie das Verlinken auf anderen Blogs könnte ich eh nur mit relativ grossem Aufwand verhindern, das sind mir die Pappnasen nicht wert.
      Könnte hieraus beispielsweise nen gewerblichen Blog machen, dann kann ich hier AGB´s einstellen, die es jedem verbieten, ungefragt das Blog in seiner Blogroll zu verlinken. Hält er sich nicht dran, gibts ne Abmahnung, Unterlassungserklärung blablabla. Wofür? Für ne Sauerländer Zicke? Pfft.

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  3. Ich bin, was den Herrn Baumgartner und seine Aktion angeht, immer noch reichlich meinungslos. Soll heißen: Ich verdamme seine Aktion nicht. Warum auch? Er hat ja niemandem weh getan. In den Himmel loben kann ich sie momentan allerdings auch nicht, weil ich momentan noch nicht sehe, dass das irgendwen vorangebracht hat.
    Ich räume aber durchaus ein, dass es vielleicht der erste Anstoß von irgendwas sein könnte, dessen Wichtigkeit wir heute noch nicht erahnen können.
    Who knows?

    Und die Welt ist nicht verloren. Die Menschheit vielleicht, aber die Welt ganz sicher nicht. Die macht zur Not ohne uns weiter. *g*

    @Desillusionslehrer: Was für ein Idiot! Wenn mir ein Kiddie erzählt, dass er Astronaut werden will, werde ich grinsen und darauf verweisen, wie elementar wichtig Englisch ist. 8) Denn er muss ja verstehen können, ob die Rakete mit ihm drin gleich startet, oder nicht. Und ob er sich schon anschnallen soll oder noch mal aufs Klo darf. (?)
    Vielleicht lass' ich ihn, sofern er will, dann sogar mal ein Referat über Astronauten und Planeten und das Weltall halten. Why not?
    Man wäre doch ein Pfosten, derlei nicht für seine (unterrichtlichen) Zwecke zu nutzen. :)

    ICH übrigens glaube fest daran, dass - so verloren uns die Menschheit auch manchmal scheinen mag - ich ein bisschen was verändern und ein bisschen Einfluss nehmen kann. 8)

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    1. Naja, ich persönlich war gezz nicht wirklich so leicht zu desillusionieren (mal von dem Astronauten-Wunschdasein abgesehen, aber da war ich ja auch noch sehr sehr klein).

      Lehrer gestern und heute kann man wohl auch nicht so ganz vergleichen...einer meiner ehemaligen hat noch mit nem fetten Schlüsselbund geschmissen und auffem Pausenhof Pferdeküsse verteilt, wenn er uns beim Rauchen erwischte.

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  4. ich nochmalkurz... (ich hatte die Seite aufgeschlagen gelassen - Anonymität im Netz ist also gesichert)

    Mein Sohn hat als Vorbild genannt: seinen Großvater *stolzbin*
    als Helden (spontan): Al Gore, Martin Luther King und Batman!

    Danach hat er allerdings eine Riesendiskussion zum Heldentum angefangen, die auf Darias Heldentum-Definition heraus lief
    - ich bin völlig erschöpft.

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    1. Martin Luther King? Cool! Wie alt ist dein Sohnemann, wenn ich mal fragen darf? Die Antwort "Batman!" liegt wohl in der Familie, was?

      *ernstguck* Meine Heldendefinition ist ja auch die einzig Wahre *rofl* Ähm ... *Blick bemerk* ich bin dann mal weg. ^^

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    2. Er wird 19 im Januar.
      Mit 5 hat er einen Umhang mit Knoblauch eingerieben, weil ich ihm gesagt habe, dann könne er so fliegen wie Batman...
      daher wohl die Verehrung *grübel*

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  5. Ich hab mal meiner Oma einen Post gewidmet, daraus könnte man auch etwas ableiten. Wenn man denn will und aufmerksam liest.

    Wenn du wieder bei Kräften bist: http://verdummtinalleewigkeit.blogspot.co.at/2010/10/oma-balve.html

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  6. vorbilder sind gut - vorbilder braucht man. punkt. ich persönlich (ohne jetzt bitte verbindungen zum blogautor zu ziehen) stand irgendwie schon immer auf cowboys...von lucky luke über colt bis zu bud spencer und terrence fand ich den leicht rebellischen touch schon immer gut...aber ich schweife ab. desillusionierende lehrer gabs auch bei mir zuhauf wobei ich fairerweise sagen muss, dass es vermutlich nur an mir liegt, dass ich eben nicht cowboy, polizistin oder auch matheprofessorin geworden bin *hust* sondern als schnöder dulli durch die gegend fahre. trotzdem - und hier kommt der schwenker zum nobelpreis, der eigentlich keiner ist - habe ich ein diplom als ökonom in der tasche und kann vermelden, dass es solche und solche gibt. leider im verhältnis 90:10 (wenn überhaupt) - und manchmal...ganz selten, aber es kommt vor...ist mir mein dullidasein fast doch lieber als mich 80 std. die woche damit zu beschäftigen andere zu knechten/auszubeuten/blablablablarf...

    keine ahnung, was ich damit jetzt sagen will...ich muss weg.

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    1. Sie haben -wie fast immmer- völlig Recht. Vorbilder braucht man, ferdich. Müssen btw auch keine Helden im herkömmlichen Sinne sein, man kann ja z.B. auch den Herren Jobs, Gates, Messi, Pitt, de Niro meinetwegen auch Alice Schwarzer, wenn man eh schon ein wenig neben der Spur läuft,
      nacheifern. ;)

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  7. Irgendwie gibts doch keine richtigen Vorbilder, oder? Die bastelt man sich doch sowieso aus Einzelteilen zusammen. Ich bewunder den Mut des Herrn Baumgartner, so ne Aktion zu wuppen und den Ehrgeiz, sich jahrelang von jener Schnapsidee nicht abbringen zu lassen, die ihm wichtig war - ansonsten weiß ich nix von ihm und da hörts dann auch wieder auf mit der Bewunderung. Ich krieg immer mal Fetzen mit von Leuten, die was sagen oder tun, was mich toll finde und möchte gern auch ein Stück so sein. Das ist für mich dann in der Hinsicht ein Vorbild.

    Als ich ca 13 war, war mein größes Vorbild Kojiro Hyuga. *räusper* (Google weiß bescheid.)
    Und irgendwie ist das auch immer noch so.
    Manchmal kommts einfach nur drauf an, wie man solche Symbole für sich verwenden kann.
    Davon ab möcht ich kurz persönlich anmerken, ausm All springende Leute interessanter zu finden als Nobelpreisverleihungen - und das ist mir gar nicht peinlich.

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  8. Mir auch nicht, im Gegenteil.
    Vorbilder entspringen immer einer Wunschvorstellung, die meistens, so es sich um eine reale Person handelt, sehr schnell zerbröselt. Da lebt btw eine ganze Sparte der Rainbow-Press von.

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Hier geht alles, von Lagerfeuer-Romantik bis zum Duell im Morgengrauen.
Aber Vorsicht: Ich schiesse scharf!