Montag, 25. Februar 2013

Hire and seier

Bei einem Blick auf den Kalender habe ich gerade spontan beschlossen, in einem halben Jahr fünfzig zu werden, "best ager" also, was ja , ich weiss gar nicht, ob ihr´s wusstet, aus der Sprache der Lakota-Indianer kommt und eigentlich soviel wie "der sich die Nasenhaare mit der Heckenschere trimmen muss" bedeutet.
Neunundvierzigeinhalb schreit geradezu nach einer fetten Party und da trifft es sich doch vorzüglich, dass ich mich gleich auf den verschneiten Weg Richtung österreichischer Bundeshauptstadt machen werde, auf dass wir ein Eierlikörchen oder zwei zu uns nehmen werden.
Vorher jedoch wartet, man suche und finde den Haken an der Geschichte, ein der vorsätzlichen Untätigkeit Überführter auf einen veritablen Einlauf, der ihm die Flausen final austreiben soll.
Das Dumme in und an mehr oder weniger modernen Demokratien sind ja so überaus unsinnige Gesetze wie etwa jenes, welches den Arbeitnehmer vor körperlicher Züchtigung schützt, selbst wenn es keinen vernünftigen Grund gibt, diese nicht anzuwenden.
Mit ´ner Abmahnung tapeziert der sich doch das Klo, ´ne Abreibung von mir würde er hingegen nicht so schnell vergessen und mit Sicherheit wäre die Wirkung nachhaltiger.
Fordert doch ein jeder - Nachhaltigkeit. Alles Lippenbekenntnisse. Lappen, die.
Wäre auch ein gutes Training für mich, denn so wie ich das sehe, also einäugig, blüht meinen intereuropäischen Kollegen demnächst so einiges, wobei ich erstrangig an Einzelgespräche denke, die besser in schallisolierten Räumen stattfinden sollten, um einer Anzeige wegen Ruhestörung und Lärmbelästigung zu entgehen.
Je mehr ich mich in die zukünftige Materie einarbeite, desto sträuber die Haare, die gerauften.
Vor meinem geistigen Auge sehe ich mit Baguettes erschlagene Franzosen, mit Spaghetti strangulierte Italiener, mit miesen Muscheln vergiftete Spanier und noch so einige andere Vertreter seltsamer Nationen, für die mir noch keine passenden Strafen eingefallen sind.
Ist ja noch ein bisschen hin. Zeit, dass die sich ein dickes Fell wachsen lassen und ich meine Dosis Valium den tatsächlichen Erfordernissen angleichen kann.

Wenn der Berlusconi in Italien gewinnt, mach ich die dortigen Geschäfte eh zu und schenk sie einem demokratischeren Land wie etwa dem Kongo.

2 Kommentare:

  1. best ager...*umkipp* wenn man damit heute leute bezeichnet, die mit 50 auf einmal so rumrennen, als hätten sie ihren 14-jährigen möchtegerngangstarappenden bengels die klamotten geklaut um sie selbst aufzutragen, dann bleiben sie besser beim eierlikör und dem guten vorsatz die meiner meinung nach ebenfalls viel zu laschen züchtigungen in nachhaltigere (!) bestrafungen umzusetzen...ich könnte mich hier auch gerne halbtags anbieten, falls sie hilfe brauchen...

    anzubieten habe ich noch:
    steinigen von schweden mit köttbullar
    mit frittenfett gepeinigte belgier
    in sauerkraut versenkte bayern/in braunkohl versenkte nordlichter
    mit essig verätzte briten

    und wenn sie mir zeit geben noch eventuell so einiges mehr...

    AntwortenLöschen
  2. Öy, ich beklaue keine 14-jährigen...die Klamotten passen mir eh nicht.
    Grün-...datt heisst Grünkohl. Wo hat man Sie denn rausgelassen? In Schweden und Bayern sind wir bislang nicht entreprenös in Erscheinung getreten...aber was nich is...nä?

    AntwortenLöschen

Hier geht alles, von Lagerfeuer-Romantik bis zum Duell im Morgengrauen.
Aber Vorsicht: Ich schiesse scharf!