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Samstag, 20. April 2013

La vida loca

Ich bin erstens vollgefressen, zweitens so überentspannt, dass ich schon spanische Musik höre (Joaquin Sabina, müssta ma googlen) und drittens dermassen gnädig gestimmt, dass Luisa heute mal auf dem Sofa im Wohnzimmer sitzen darf und das  obwohl sie heute eine Vase umgestossen und unwiderruflich auf den Blumenkübel-Friedhof geschickt hat.
Es könnte damit zusammenhängen, wie sich der Tag gestaltete - zunächst wurde der viel zu wuchtige Wohnzimmerschrank Opfer meiner gestalterischen Ambitionen und Säge.
Später bekam das Bad eine abgehängte Decke und Luisa einen Anschiss verpasst, weil sie sich zu meckern erdreistete.
Ich mein, wo kommen wir denn da hin? Immerhin habe ich mich in all meiner Generostität dazu herabgelassen, ihr 12 unserer insgesamt etwa 180 qm für sich ganz alleine abzutreten, da wird auch noch über zu wenig Lichteinfall gemosert.
Undank ist der Welten  Lohn, ich sag's euch.

Vor etwa einer Woche okkurierte der dringende Wunsch, um nicht zu sagen das Verlangen, die alte Wohnung als nicht mehr adäquat anzusehen. In Folge wurde Luisa, die übrigens bald ihren Doktor macht - juchhu, dann hab ich 'ne akademische Putzfrau, ins Internet geschickt und kam alsbald mit der kürzlich bezogenen Behausung zurück, was ich wiederum mit einem Speiseeis belohnte.
Damit das nicht einreisst, hab ich die Hütte gleich mal gemietet und mir ein überaus elegantes Home-Office eingerichtet. So muss ich nicht mehr für jeden Unfug in die Firma, weil da kann mich ja eh keiner leiden. Also kann ich auch hier bleiben, kommt aufs selbe raus.
Wenn das blöde Haus gegenüber nicht so hoch wäre, gäbs 'nen satten 360 Grad  Rundumblick, denn wir befinden uns auf Endetage (wäre ich Snob, bezeichnete ich das als Penthouse), so entgeht mir ein nicht unerheblicher Teil des Sonnenuntergangs. Vielleicht kauf ich die Bruchbude da drüben bei Gelegenheit und spreng die obersten 4 Stockwerke weg. Mal schaun, was die Flaschenpfandrückgabe so erbringt.
Das geht aber immer nur so pö a pö, denn Luisa geht ja schon auf die 30 zu und darf nicht mehr so schwer tragen.


Dienstag, 16. April 2013

So, liebe Kinder, gebt fein acht

...der Onkel Cityslicker hat  was mitgebracht.
Nämlich 'ne Pulle Marillenschnaps, aber weil Luisa, die  einstmals hier Zurückgebliebene, für den Erhalt selbiger wenig qualifiziert erscheint, hab ich die grad selbst platt gemacht. Also die Pulle gezz.
Da ich gebeten wurde, etwas Erhellendes zu schreiben (und mir ja nichts ferner liegt, als euren Wünschen und Befehlen nachzukommen), nutze ich Gelegenheit und Lust, um mit von der Sonne verbruzzelten Händen, alldieweil ich nämlich des Fahrradfahrens anheim fiel und das bei gefühlten 170 Grad im Schatten, der wie immer nicht vorhanden war, wenn man ihn denn mal braucht, Impressionen aus dem fúr eure Verhältnisse sommerlichen Barcelona zu schildern.
Zunächst sei mir jedoch ein kleiner, wenngleich feiner Rückblick auf die letzten Tage in Tirol gestattet, wo mir, die Ludofls und RTL mussten leider draussen bleiben, ein wenig Altmetall entfernt wurde. Operativ, sei hinzugefügt. Von Fachleuten auch.
47,8 Gramm leichter flog ich also Richtung Frankreich, denn das ist ja bekanntlich das Land der Liebe, schlechter Schauspieler und des Baguettes (das erwähne ich nur, weil ich weiss, wie man's schreibt), wo man bereits auf  mich wartete. Wobei man eher Frau war und auch eher nicht französisch, aber das ist eine andere Geschichte, mit der ich euch vielleicht demnächst mal langweilen werde.
Der Plan, minutiös ausbaldowert, drohte schon am einstmals heimischen Flughafen zu scheitern, weil dort derart schlechtes Wetter herrschte, dass an Abflug zunächst nicht zu denken war. Nicht so schlimm, das lässt sich zollfrei und hochprozentig noch recht angemessen ertragen, als jedoch der Flug tatsächlich stattfand, mir letztendlich noch ein halber Tag un die angebrochene Nacht blieb, um zwischenmenschliche Beziehungen zu pflegen, nahm schon die nächste Katastrophe in Form der französischen Staatsbahn beziehungsweise deren Bediensteten, die es vorzogen zu streiken, anstatt Lokomotivführer zu spielen, ihren Lauf. Tolle Wurst. So kam ich schonmal mit rund 6 Stunden Verspätung in Barcelona an, was die Laune aller Beteiligten auch nicht gerade anhob und mir nur schlappe 3 Stunden Zeit verblieben, um weiter nach Valencia zu fliegen. Dort, Balkensepp's Vater sei Dank, lief alles super und schon nach kurzer Zeit, wobei es sich hierbei um eher spanische Termini handelt, konnte der Rückflug in Catalunyens Haupstadt erfolgen.
Und da bin ich nun, geniesse Wein, Weib und Gesang, nehme minimal evolutionierten Einheimischen die Sonne weg und lasse den lieben Balkensepp's Vater einen guten Mann sein, schelte Luisa ob der nicht erledigten Aufräumarbeiten und erfreue mich am melodisch ansprechenden Feedback.
Zwischendurch klüngele ich Konzepte zur Modifizierung der geschäftlichen Aktivitäten aus oder befehle irgendeinem Fredl, das gefälligst für mich zu erledigen.
Das Leben kann so schön sein.
Und einfach.



Sonntag, 10. März 2013

Ich kann so nicht arbeiten

Und weil das so ist, eumel ich gleich mit der Bimmelbahn Richtung Wien, wo ein einsamer Hoteldirektor sehnsüchtigst auf das von mir kürzlich verfasste und ihm vorher nicht zugeschickte Strategiepapier wartet, auf dass er stilecht in Ohnmacht fallen kann, was ihm aber auch nichts nützen wird, da ich ja, spätestens seitdem ich mich mit Frauen umgebe, immer ein Päckchen Riechsalz mit mir führe.
Abends, so der ausgeklügelte Plan, gehen wir dezent einen picheln und verunstalten Ottakring mit unserer blossen Anwesenheit. Das wird ihm leichter fallen als mir. Heimvorteil.
Entgegen sonstiger Gewohnheit verweile ich 2 Tage und Nächte dort, denn ein wenig Erholung muss  auch mal sein, weil es ja nächstes Wochenende nach Madrid geht, wo die Führungsriege unserer spanischen Besitz- und Stallungen sich einfinden darf, um sich 3 Tage  lang meine Vorstellungen von vernünftigem Business anhören zu dürfen.
Es wird Tränen geben.
Wenn die getrocknet sind - wir sprechen von deren, nicht von meinen, geht´s auch schon wieder zurück nach Tirol, wo der Endspurt wartet. Ist der vollbracht, lass ich mir vom örtlichen Altmetallhändler die Stahlplatten und Schrauben aus dem Genick entfernen. Schade eigentlich, das summt immer so schön, wenn man die Detektoren am Flughafen durchläuft. Ich murmel dann auch immer "allahu akbar".
Sicherheitsleute sind wahrscheinlich irgendwie von Haus aus humorlos unterwegs.
Was soll´s.
So in etwa sieht mein Zeitplan aus, bevor etwa Mitte April in Barcelona aufgeschlagen wird, wo nicht nur ein schickes Büro, sondern auch hoffentlich ebensolches Wetter mich erwartet, denn der von Luisa grad in liebevoller Handarbeit geschrubbte Kite wartet auf seinen Einsatz.
Arbeit gibt´s da wohl auch ´ne Menge...aber erstmal die wichtigen Sachen. Vielleicht nagel ich auch zunächst mal ein paar Passanten mit meinen sträflich vernachlässigten Skates um, da bin ich mir noch unschlüssig.
4 Wochen bis Deadline...und dann heisst´s wieder: Sepplhose aus und Beachshorts an.
Irgendwie bin ich schon ein Glückskind, oder? Mal von so leichten Ausrutschern abgesehn.

Donnerstag, 28. Februar 2013

Tirolia non olet

Kürzlich -gestern, um genau zu sein- wurde mir quasi schlagartig bewusst, wie sehr sich meine Essgewohnheiten zukünftig ändern werden, ernährt sich der Homo Mediteraneus doch arg hülsenfrüchtelastig, was nicht nur für ein besonderes Aroma in der Barceloneser Metro sorgt, sondern auch gewisse Risiken für die Gesundheit birgt. So erwarte ich schon sehr bald einen Schliessmuskelfaserriss.
Das und so einiges mehr soll euch aber nicht belasten; ich wollte nur mal kurz, da ich ja latent wie akut unter Zeitmangel leide, anzeigen, noch lebendig zu sein.
Die Uhr, sie tickt und mit jedem abgerissenenen Kalenderblatt nähert sich der Augenblick des Abschieds. Schon wurden ein paar Tränchen gesehen bei der weiblichen Belegschaft. Auch bei der nichtzwiebelschneidenden, die mit wehmütigem Blick meinen bevorstehenden Abgang beäugt.
Durch den Einsatz verdeckter Ermittler wurde derweil schon herausgefunden, dass die Eingeborenen ein Abschiedsfest planen, wo rituelle Tänze und Geisterbeschwörungen aufgeführt werden sollen.
Das wird sehr hart für einen so romantisch veranlagten Menschen, wie ich es ja bin, werden.

Indes haben wir die letztens eingeführten Moorpackungen wieder eingestellt, da die Mitarbeiterinnen zu sehr an suhlende Wildschweine erinnert wurden und unter der mentalen Belastung fast zu zerbrechen drohten, einigen Schweizern aus eher abgelegenen Gegenden musste erklärt werden, dass die Heizspriralen für die Skischuhe nicht zum Würstchengrillen zweckentfremdet werden und die adipösen Amerikaner gefälligst keine Lawinen auslösen sollten.
Alles beim Alten, mehr oder weniger.
Meterhoher Schnee ächzt unter doppelzentnerschweren Menschen und die Kois im Gartenteich des Nachbarn vertragen den Tauchsieder nicht.
Gelegentlich strömt ein satter Speckgeruch aus dem örtlichen Heizkraftwerk und alle wissen:
Der Frühling ist nicht mehr fern.

Mittwoch, 20. Februar 2013

Rasen(der) Stier

1985, ich befand mich im 22.Lebensjahr, residierte in einer Bruchbude im vornehmen Hamburg-Barmbek und arbeitete als Einzelhandelskaufmann beim ehemals grössten europäischen Kaufhauskonzern, malte, tapezierte sowie verbockte schwarz und nebenher so allerlei handwerklichen Mist, um mir jenen feudalen Lebensstil in schon erwähnter höhlenartiger Behausung, ein schnelles Auto und eine etwas langsamere, wenngleich anspruchsvolle Freundin leisten zu können, da begab es sich, dass ein intellektuell leicht unterbemittelter Bursche das berühmteste Tennisturnier der Welt gewann. 17 war der Lauser, konnte kaum seinen Namen relativ fehlerfrei aussprechen, geschweige denn schreiben und ich dachte so bei mir: Wie bekloppt bist du eigentlich, dass du, also ich, dir hier für 1800 Deutschmärker den Allerwertesten aufreisst bei minimum 50 Wochenstunden, das Inoffizielle weder zeitlich, noch pekuniär eingerechnet?

Der Bengel stöhnt und brabbelt da auf dem mehr oder weniger heiligen Rasen in London herum und kassiert in zwei Wochen mehr als du in 50 Jahren, Inflation nicht berücksichtigt.
Und so beschloss ich, mit den mir zur Verfügung stehenden sportlichen Mitteln fortan meinen Lebensunterhalt zu verdienen und da der Prophet, als den ich mich ja schon immer gerne sah, im eigenen Lande eh nichts gilt, bewegte ich meinen Luxuskörper samt gut gefülltem Rucksack in Richtung Australien, was bei den dort Einheimischen auf eher maue Gegenliebe stiess. Sie liessen mich das voll spüren und verweigerten mir aus heute nicht mehr nachzuvollziehenden Gründen eine Profiboxer-Lizenz, die feigen Säcke, die.
So fristete ich ein eher nicht so erquickliches Leben als Surflehrer, bekam von den weiblichen Schülern reichlich Trinkgeld und allerlei merkwürdige Krankheiten geschenkt und beschloss nach einem halben Jahr, Bumerangs und Kängurus sich selbst zu überlassen.

Zurück in deutschen Landen, mental am Ende, meldete ich mich zum Studium diverser Disziplinen an.
Und deshalb ist das Bobele schuld, dass ich heut so schlau bin.
Danke Boris.

Freitag, 15. Februar 2013

NUMB3RS

Wir leben ja, nur falls es noch nicht überall angekommen sein sollte, in sehr schwierigen Zeiten; Wo man auch hinschaut, es wird Verzicht gepredigt und dabei hängen den Predigern die Hummerschwänze aus dem Mundwinkel, was mich dazu veranlasst hat, mich selbst zu kasteien und der Fastenzeit ihren ursprünglichen Sinn zurück zu geben. Ab sofort, eigentlich schon seit gestern, verzichte ich weitestgehend vollständig auf Tofu-Produkte, Sardellen und Gangbangs mit mehr als 8 Beteiligten.
In der Hoffnung, so ein gutes Beispiel zu geben, habe ich mich selbstlos und komplett in mir überlassene Unterlagen bezüglich zukünftiger Aufgaben vertieft und bereue gerade immens, vorschnell den vergleichsweise harmlosen und entspannenden Job hier gegen den Sprung ins Haifischbecken, das da europaweite Tätigkeiten unseres Firmenkonglomerats heisst, getätigt  bzw. die Absicht dazu geäussert zu haben.
Geschäftsberichte, die mühelos den Anschein erwecken können, von Erstklässlern geschrieben zu sein, türmen sich auf Prospekten von unsäglicher sprachlicher Einfallslosigkeit, lediglich untertroffen durch miserables Fotomaterial, das aussieht, als sei es von 1€-Jobbern mit grauem Star erstellt worden.
Es scheint, man stelle sich mein Erstaunen vor, Geschäftsführer zu geben, die nicht bemerkt haben wollen, das ihr Laden schon seit mehreren Quartalen abgrundtiefrote Zahlen schreibt.
Ich möchte sterben und bei uns im Garten unterm Apfelbaum begraben werden, von Hundepisse benetzt, aber glücklich.
Jefe nimmt seit gestern den Telefonhörer nicht mehr ab und seine Sekretärin meint, ich solle doch etwas sensibler mit ihm umgehen, dabei spielt sich das Ganze ja erst auf verbaler Ebene mit 1000 km Entfernung ab.
Dazu kommen die Aufräumarbeiten hierzulande, wo lustige Direktoren-Rochade gespielt wird.

Um das wieder gut zu machen, muss Barcelona im April mit mindestens 25 Grad Luft- und 19 Grad Wassertemperatur aufwarten, sonst werd ich aber sowas von stinkig, dass es auf Twitter einen Aufschrei -diesmal einen realen- geben wird, von dem die Führerin träumt.
Ausserdem will ich ein Ferienhäuschen in der Toskana.
Und ein wirksames Mittel gegen Haarwuchs in der linken Ohrmuschel.

Sonntag, 10. Februar 2013

Terra Nullius

by motherhoodthetruth.com

Hab gestern bei der Auflistung was vergessen. Gab ´nen fürchterlichen Anschiss, diplomatische Verwicklungen und eingeschnappte Ureinwohner.
Wer´s errät, darf sich aus Mama´s Kleiderbügel  ´nen schicken Bumerang bauen.

Wherever I lay my head...

Bei aktuell minus 18 Grad hege ich so meine Zweifel an der globalen Erderwärmung. Es kann natürlich auch sein, dass die Ösis da einfach nicht mitmachen, weil sie mal wieder wegen irgendwas schwer angepisst sind.
Spontan fiele mir da die Ski-WM ein, wo nach 4 Wettbewerben lediglich eine Bronzemedaille für Marillenknödel-Country rumgekommen ist.

Rumgekommen ist nebenbei bemerkt ein sehr schönes Stichwort, hat mich doch gestern jemand gefragt, ob ich eigentlich keinerlei Heimweh verspüre.
Gegenfrage: Wonach?
Geboren und aufgewachsen bin ich bekanntlich in Westfalen, hart an der Grenze zum Ruhrpott linke und Sauerland rechte Hand, jedenfalls, wenn ich Richtung Norden stand.
Dann Hamburg, München, Dänemark, Schweden, Niederlande, Berlin, Italien, Spanien, Südfrankreich und Österreich. Zwischenzeitlich 3 Jahre Welttournee, davon fast 2 alleine in Ostasien.
Auf Anhieb könnte ich nicht mal sagen, ob das jetzt chronologisch korrekt war.
Ein Wandler zwischen den Welten, überall dort zuhause, wo er  willkommen war. Immer on the road.
Das prägt und es lässt relativ wenig Platz für sowas wie  Heimweh. Ich freue mich, wieder nach Barcelona zurückzukehren, aber als  Heimweh danach würde ich es nicht bezeichnen. Mit der Stadt verbinden mich sehr viele Erinnerungen, die sich in den Jahren dort angesammelt haben, das gleiche könnte man aber auch von den oben genannten Orten und Ländern sagen.
Ich habe oft ein wenig Sehnsucht nach bestimmten Menschen, ja, das schon, aber die ruf ich dann an oder schreibe ihnen...Orten schreibe ich eher weniger oft.

Samstag, 9. Februar 2013

Noch Fragen, Kienzle?

by deutschewildtierstiftung.de
by leetsil.fh-forum.org


Unten sehen Sie die nahe Zukunft
und oben die Gegenwart.
Man könnte es auch visuelle Entscheidungshilfe nennen!


Freitag, 8. Februar 2013

Bazzelonaaaaaaaaaaaaaa

Oder wie der semigeniale chinesische Software-Entwickler Loa Ding immer zu sülzen pflegte:
Sag niemals nie.

Die letzten drei Tage habe ich mit intensivem Nachdenken verbracht. Ich selbst würde die Besonderheit darin jetzt nicht überbetonen, jedoch sehen andere Personen das komplett anders. Jefe beispielsweise, der der festen Überzeugung ist, mir Montag ein unablehnbares Angebot gemacht zu haben.
Der Haken an der Sache: Es wird sich aus diversen Gründen nicht vermeiden lassen, dafür meinen Wohnsitz zurück nach Barcelona zu verlegen, was, viele werden es wissen, ich dereinst kategorisch ausschloss, weil wegen Seelenfrieden und so. Der ist allerdings eh im Arsch und ob ich mir hier bei minus 8 Grad die Weichteile abfrier oder im doch eher sonnigen Süden vor mich hin vegetiere, macht letztendlich, von den knapp 25 Grad Temperaturunterschied abgesehn, den Kohl auch nicht fett.

Sodenn, liebe Untertanen, höret mein Dekret:
Auf dem Weg zur absoluten Weltherrschaft werde ich den Umweg über Spanien in Kauf nehmen und vorerst Europa-Chef werden. Von wem oder was erzähl ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit demnächst mal hier oder anderswo. Bin ja ´n  Plappermäulchen.
Apropos - Andrea, die im Sommer ihr Abitur nachgeholt haben wird. kommt dann nach und Luisa, achja, Luisa, die kann schon mal anfangen, die Wohnung zu putzen, in 2 Monaten komm ich.
Dann wären wir fast wieder vollzählig.
Ob das so eine überragende Idee ist, weiss ich noch nicht, aber immerhin soll´s so probiert werden.
Derweil werden die Zupfgeigenhanseln hier noch ordentlich von mir getrietzt und auf Linie gebracht werden müssen, auf dass aus den Briketts funkelnde Diamanten werden.
Das geschieht übrigens durch enormen Druck.
Nur falls einer meckern sollte

Montag, 4. Februar 2013

La Montanara

Alle 0,000000000003 Sekunden stirbt eine österreichische Hirnzelle. Jedenfalls bei Hansi Hinterseer Fans.
Unwiederbringlich geht sie den Weg alles Irdischen und beschert dem Vorbesitzer damit nicht nur verminderte geistige Fähigkeiten, sondern auch seltsame Eingebungen, wie etwa bergwandern zu wollen.
Tu Felix Austria ist aber, es sei dem geografisch Ungeschulten vermittelt, nicht überall bergig. Ganze Landstriche erheben sich kaum höher als die Plöner Seenplatte und somit fehlt es den dort Ansässigen in der Regel an entsprechender Praxis.
Zwei Exemplare dieser Spezies begaben sich nun aber gestern, die Stiefel stramm geschnürt und oben genannten Barden im Ohr, auf Bergwandrschaft, was  normalerweise eine recht ungefährliche Art der Fortbewegung darstellt. Allerdings nicht, wenn heftige Schneefälle angekündigt sind und so hörte man schon spätnachmittags den Hubschrauber der Bergwacht aufsteigen. Die Besatzung war bestimmt hocherfreut, sich im Schneesturm abseilen und die beiden Zipfiklatscher aus meterhohen Schneeverwehungen holen zu dürfen.
Grosses Kino. Apokalypse Now. Stoff für Vorabendserien beim ZDF oder ORF.
Ich wollte sie zuerst ohne Essen ins Bett schicken, aber nachdem sie versprochen hatten, das nie wieder zu tun, liess ich nochmal Gnade vor Recht ergehen., zumal sie der Spass locker mal schlappe dreieinhalb grosse Scheine kosten wird, was mir irgendwie ein angenehm zu tragendes Grinsen ins Gesicht zauberte.
Sich erschiessen wäre wahrscheinlich günstiger und auch der Knalleffekt grösser.

Donnerstag, 31. Januar 2013

Flieger, grüss mir die Sonne

Zu den Hauptaufgaben meiner Sekretärin gehört, mal vom Posten bunter Bildchen mit grenzwertigem Humorkontent auf FB abgesehen, mir das vermaledeite Leben so angenehm wie möglich zu gestalten und  mich überfordernde Aufgaben abzunehmen.
Dazu zählt auch das Buchen von Flügen - jedenfalls Business, Economy krieg ich grad noch so hin - , so es mich denn in die Ferne zieht, was es nächste Woche tut.
Jefe verspürt geradezu unbändige Sehnsucht und möchte einige seiner wertvollsten Gedankengänge mit mir persönlich erörtern. Dem will ich wohl nachkommen, bedeutet es in der Regel doch, dass sich mein Salär nicht unerheblich erhöht und wenn sich jemand quasi so aufdrängt...wie soll ich dem widerstehen?
Wird eh mal wieder Zeit, die Inflation, ihr versteht? Gut.
Valencia steht an. Die haben ein prima Guggenheim-Museum, ´ne scheiss Fussballmannschaft und Raúl und Melody, die haschischgewordene Völkerfreundschaft zwischen Spanien und Frankreich.
Das heisst, ich flieg da runter, heuchel kurz Interesse für Jefe´s Belange und mach mich sodann  auf die Strümpfe, um der Verständigung der Nationen ein weiteres, nämlich deutsches Element hinzuzufügen, was jegliche Feierlichkeit begründet und somit ´ne erstklassige Ausrede für folgende Exzesse sein wird.
Raúl ist mittlerweile mehr oder weniger stolzer Besitzer eines Ateliers, wo er bunte Bildchen dauerhaft auf T-Shirts projeziert. Ist man wohlgesonnen, kann man ihn demnach als Künstler bezeichnen, während Melody neben erstklassigem Aussehen auch einen gewissen Geschäftssinn mitbringt, was die beiden regelmässig vor dem sicheren Hungertod rettet.
Es leben die schönen Künste, Ryan Air und natürlich Jefe.
Hoffentlich leb ich danach auch noch.

Montag, 28. Januar 2013

Die Verweicheierisierung der Gesellschaft

...muss als Titel und auch Thema des nächsten Posts herhalten, der aber leider erst Dienstag/Mittwoch erscheinen wird. Diese leichte Verzögerung ist dem Umstand geschuldet, dass ich diverse Mails bezüglich der vorangegangenen zwei Beiträge beantworten musste und nun nur noch auf die Sänfte warte, die mich gen Bahnhof tragen wird, von wo aus der kleine blaue Mann in die grosse Stadt an der noch viel blaueren Donau fahren wird.
Unter dem Motto "Keine Macht den nur mässig wirkenden Drogen" werde ich mich dort der allwöchentlichen vergnüglichen Abendgestaltung hin- und meinen Senf zu allem Möglichen abgeben.
Also quasi wie hier und immer, nur alles viel bigger halt.
Oh, ich höre die Ketten der Träger rasseln - servus, habe die Ehre und küss die Hand, Madam.

Samstag, 26. Januar 2013

#Aufschrei

Endlich kann sich jeder, dem bisher noch nicht genügend Aufmerksamkeit zuteil wurde, via Twitter oder artverwandten asozialen Medien, den erforderlichen Schub an Nachholbedarf holen. Ist ganz einfach:
Schreib einfach irgendwelchen Blödsinn unter oben genanntem Hashtag und schon prügeln sie wahlweise auf dich ein oder laichen Betroffenheitsgesülze ab.
Es ist immer wieder schön zu merken, dass Leute, die sich für wahnsinnig schlau halten, offenbar von zwei, gleich auch noch elementaren Dingen so rein überhaupt keine Ahnung haben und das  publicitygeil in die virtuelle Welt hinauströten.
Von Macht und Sexualität ist die Rede, was sich eigentlich von selbst versteht, aber gerne nochmal explizit ausgeführt wird. Für diejenigen unter den Buchstabenakrobaten, denen Begriffe wie Psycho- und Soziologie  erschreckend fremd zu sein scheinen, was sie allerdings nicht davon abhält, darüber zu schreiben. Manchmal sogar für Bares. Die nennen sich dann Feminist (Achtung!) Innen oder irgendwas mit Kommunikation, PR, Social Media, Student, Topflappenhäkler oderoderoder.
Ab 1000 Followern wird dem Lesevolk hingeschleimt, was es denn gerne hören möchte, ab 5000 ist selbst das nicht mehr nötig, weil man sich in der Elite der Twitterasten wähnt und entweder die Schnauze bzw. die Finger still hält oder aber locker auf die 40 oder 50 Angewiderten verzichten kann.
Damit bekommt Diskurs eine neue Qualität, nämlich eine unterirdische.
Während zutiefst traumatisierte 48-jährige Frauen erschüttert schildern, wie ihnen drei 17-jährige, alkoholisierte Jugendliche aus der abfahrenden U-Bahn heraus obszöne Gesten zuteil werden liessen -und das vor 20 Jahren, man stelle sich vor-, berichten 20-jährige über 48-jährige Chefs und Kollegen, die anzügliche Witzchen machen.
Dazwischen mischen sich Stimmen von tatsächlichen Opfern sexueller Übergriffe, wobei mit Sicherheit nicht die gemeint sein soll, die da nun seit 4 Stunden ununterbrochen  von ihren angeblichen Erlebnissen schwafelt.
Demgegenüber stehen Möchtegern-Machos und die Unvermeidlichen, denen Mama erzählt haben muss, dass alle Frauen Schlampen seien. Ausser Mama natürlich.
Jut, aber was empfehlen wir denn nun den versammelten Hobbyaphoristikern?
Lernt! Lest! Schaut euch um im Leben!
Vielleicht rallt ihr dann irgendwann mal, wie Macht und Sexualität zusammen gehören.
Und wieso das nur bedingt ein gesellschaftliches, sondern vielmehr ein individuelles Problem ist.
Jedenfalls in unseren Breiten.


Sonntag, 30. Dezember 2012

Who the fuck is Alicia?

Gestern, es muss so in den Nachmittagsstunden gewesen sein, fand ein elektronisch Brieflein den Weg zu mir, in welchem ein schöner Start ins neue Jahr gewünscht und ewige Treue geschworen wurde.
Absenderin und mir darüberhinaus völlig unbekannt ist Alicia aus Spanien, jenes Land am Rande Europas und des Bankrotts, welches ein paar Jahre lang das bedenklich anmutende Vergnügen hatte, mich beherbergen zu dürfen.
Zu äusserster Vorsicht im Umgang mit eventuell mir nicht besonders wohlgesonnenen Menschen neigend, gebe ich grundsätzlich niemandem meine persönlichen Daten, Email-Adressen, Telefonnummern oder sonstigen Hinweise, aus denen Rückschlüsse auf meine Identität gezogen werden könnten.
Selbst wenn, was im südlichen Europa schon mal vorkommen kann, die Person sehr attraktiv ist und mir den Beischlaf in Aussicht stellt oder nach vollzogenem ebensolchen mich "besser kennenlernen" möchte, also ich meine jetzt sie und nicht mich, nicht.
Das war, zugegeben, ein sehr schwieriger Satz, aber Gehirntraining verbrennt auch Kalorien und wer will schon fette Leser?

Hätte die Dame wenigstens ein Bild hinzugefügt oder andere Hinweise wie Alter, Haarfarbe oder Körbchengrösse - aber nein, nix, nada.
Nun denke ich seit Stunden angestrengt nach, aber mir will ums Verrecken keine diesbezügliche Erleuchtung kommen, egal, wie sehr ich mich anstrenge, alle damaligen Wohn- und Arbeitsverhältnisse und Barbesuche in nicht mehr als zurechnungsfähig geltendem Zustand zu rekapitulieren.
Die kennt meinen vollen Namen, Alter und Herkunftsland.
Ihr seht mich verwirrt und erschüttert, denn vor 2010, als ich Barcelona verliess, hatte ich nachweislich noch kein Alzheimer. Jetzt auch nicht. Glaub ich.

Für sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung der Täterin führen, wird hiermit eine Belohnung ausgesetzt.

Samstag, 22. Dezember 2012

Die am strengsten riechenden Eltern der Welt

Das , meine Damen und Herren, liebe Kinder und Weltuntergangsüberleber, ist der Arbeitstitel einer von mir konzipierten Doku-Soap, die in Kürze Redakteure, Programmdirektoren und Reinigungspersonal aller gängigen Fernsehsender in hellste Aufruhr versetzen wird.
Und da sage noch einer, mit gebrochenen Halswirbeln könne man nicht kreativ sein. Pah.

Zum leichteren Verständnis beginne ich meine heutigen Ausführungen mit einem kleinen Warnhinweis an Menschen, die zu Ausflügen in mexikanische Wüsten mittels MotoCross-Motorrädern tendieren:
Lasst es!
Die Maschinen sind scheisse, Wüste ist scheisse und mit halb durchgezwacktem Genick in selbiger rumzuliegen  birgt auch weniger Unterhaltungspotential, als man auf den ersten Blick annehmen könnte.
Wenigstens hatte ich ein Handy dabei, was für ein Glück - zwar gabs dort keinen Empfang, aber ich konnte damit einen Kojoten vertreiben, der Gefallen an meinen Lederstiefeln gefunden zu haben schien. Hab ihm das Telefon an den Kopf geschmissen. Lobpreiset die Technik!
Nach einer angemessenen Ruhezeit von etwa 8 Stunden beschloss ich, dem Besitzer sein nur leicht defektes Vehikel zurückzubringen und rumpelte relativ frohgemut auf der Karre zurück, wovon der Orthopäde, so er anwesend gewesen wäre, sicherlich abgeraten hätte, jedoch  schien mir die Alternative, nachts von allerlei Getier angeknabbert zu werden, auch nicht erstrebenswerter und so kam ich, müde und auch ramponiert, glücklich am Ausgang der Wüste zu stehen, liess mich vom Krad fallen und  Arzt begutachten.
Der fand, ich sähe noch ganz gut aus für mein Alter, betupfte die augenscheinlichsten Wunden mit einer seltsam riechenden Tinktur, fixierte die leicht aus dem Lot ragende linke Schulter mit einem formschönen Verband und ging wieder schlafen. Ich tat es ihm nach.

Am darauffolgenden Tag verspürte ich zwar einen mässigen Kopfschmerz, liess mir aber, da junge Frauen zugegen waren, nichts weiter anmerken. War eh letzter Urlaubstag, da will man ja schliesslich nicht als Memme in Erinnerung bleiben.

Also bestieg ich das Flugzeug Richtung Heimat und wie wir so über dem Atlantik in heftige Turbulenzen gerieten, da dachte ich zuerst daran, ob es nicht besser gewesen wäre, den Bus zu nehmen und gleich anschliessend, dass das merkwürdige Knacken im Hals schon recht laut war, was der Flughafen-Medizinmann in Madrid, wo eigentlich der Umstieg nach Barcelona geplant war, auch fand und weitergehende Untersuchungen anordnete, an deren Ende die Diagnose doppelter Halswirbelbruch stand.
Unschöne Sache das, vor allem, weil man in der Folgezeit über mangelnde Beweglichkeit klagt und sich lustige Freizeitaktivitäten wie Hell´s Angels in die Brustwarze zwicken erstmal erledigt haben.

Vielleicht erzähl ich demnächst noch ein wenig über differierende Vorstellungen von Privatpatiententum in spanischen Krankenhäusern, verschobenen Hoteleröffnungen und kollabierenden Geldgebern, schönen Krankenschwestern, denen man aber nicht nachgucken kann, weil sich der Hals nicht drehen lässt und ähnlichen Unannehmlichkeiten, aber vorher will ich zurückkommen auf mein wahnsinnig innovatives TV-Format, welches, da bin ich mir sicher, die Fernsehlandschaft revolutionieren wird.

Doch ach, die Zeit, sie rinnt nur so dahin und jetzt geh ich erstmal pennen, grüsse alle Apokalyptiker und Suchenden, sowohl jene, die Sinn, als auch jene, die mich gesucht haben.
Da bin ich wieder, fast wie neu.




Sonntag, 21. Oktober 2012

When will I see you again?

Ihr: So

Oder so:

Und ich: So

Oder so:



 
Fotos von (von oben nach unten) :n-tv.de; adventure-treff.de (WWM-Fake); whv.de; de.toopool.com