Sonntag, 21. Oktober 2012

When will I see you again?

Ihr: So

Oder so:

Und ich: So

Oder so:



 
Fotos von (von oben nach unten) :n-tv.de; adventure-treff.de (WWM-Fake); whv.de; de.toopool.com

Samstag, 20. Oktober 2012

Wer wird Müllionär sucht Frau

Achtung: Dieser Post strotzt nur so vor Arroganz und wurde von einer bekannten Bourbon-Marke gesponsort, der es jedoch peinlich wäre, hier genannt zu werden.

Wobei "peinlich" ein gutes Stichwort ist, genau das wäre es mir persönlich nämlich, wenn ich hohl wie ein Alphorn wäre und das vor 5 Millionen Zuschauern in einer Quizsendung demonstrierte.
Ich schau ja gern WWM, das meiner Meinung nach mittlerweile besser in "Wer wird Zweiunddreissigtausendionär?" umbenannt werden sollte, denn, mal von wenigen angenehmen Ausnahmen abgesehen, tummeln sich dort auf dem Stuhl nur noch Unterbelichtete, denen es nichts auszumachen scheint, sich  vor der versammelten Nation zum Volldeppen zu machen.

Letztens: Ein Kandidat weiss nicht, wo Attilla, der Hunnenkönig geografisch zu verorten ist. Kann passieren. Nicht weiter schlimm. War, soweit ich mich erinnere, ´ne Frage für 32.000 €, wobei man sich schon die Frage stellt, wie es um das Wissen der Redakteure bestellt sein muss. Angemessen wären 2, meinetwegen auch 4000 gewesen.
Jut, also Kamerad Schnürschuh weiss es nicht, will seine Mutter anrufen (weil die so gerne Kreuzworträtsel löst), plötzlich jedoch fällt ihm siedendheiss ein, dass der andere Joker ja Geschichtslehrer ist. Bingo.
Spätestens da hätte er innerlich schonmal ´ne Flasche Sekt aufmachen und sich einen genehmigen können.
Nach dem üblichen von Jauch zelebrierten Geplänkel wirds ernst und als der Zeitdruck immer grösser wird, entscheidet sich der Leerkörper für ein zaghaftes "vielleicht ja Ungarn".
Jo, vielleicht. Vielleicht solltest du aber auch besser keine Kinder unterrichten, sondern Hamstern das Singen beibringen.

Gestern steigt eine junge Dame, deren Liebe zu finnischem Süssgebäck eindeutig tiefer als die zur Geografie oder überhaupt irgendeinem Wissensgebiet zu sein scheint, aus und nimmt 8 Mille mit. Frage: Wo leben 350.000 Menschen, die Deutsch als Muttersprache angeben? Schweiz, Österreich, Liechtenstein oder Italien. Telefonjoker sagt, vielleicht etwas zu zaghaft "Italien", weil wegen Tirol. Südtirol wär´s gewesen. Wollen wir ihm mal nachsehen.
Liechtenstein? Hallo? Das kannste in 10 Minuten durchwandern und dabei noch ´ne Pinkelpause einlegen.
Schweiz? Schonmal was von der deutschsprachigen Schweiz gehört?
Österreich? Meiomeimomei.

Auch immer wieder gut: Einige scheinen irgendwie nicht ganz zu checken, dass die ersten Fragen zum Aufwärmen und Ablegen der Nervosität gedacht sind - und nicht, um dort die Joker zu verballern.
Ja, aber auffem Sofa daheim weiss ich das immer.
Ich habe Prüfungsangst.
Von Fussball hab ich keine Ahnung. (Vom Zeitunglesen, Fernsehen, Internet, Radio anscheinend auch nicht, denn wenn 2 Tage nach der WM gefragt wird, wer neuer Weltmeister ist, dann handelt es sich nicht um eine Fussball- , sondern Frage zum aktuellen Geschehen.)

Um Missverständnisse zu vermeiden - 32.000 ist ein Haufen Kohle, 16 auch, ja sogar 8.000 sind  ´ne Menge Holz, für die all die alten Frauen bei Wordpress und Blogger lange  stricken müssen, aber...
Wie genau heisst nochmal die Sendung, die ja im Übrigen eine unterhaltende sein soll?
Ja genau.

Da treten Menschen an, die Dinge studieren, die kaum einer der Zuseher buchstabieren kann oder Jobs haben, die man früher Eliten zugerechnet hätte und nach 5 Minuten fragen sich die meisten, wie der Dödel da auf dem Hocker ein Projekt managen will und vor allem, wie das Produkt jenes Projekts dann wohl aussehen möge.

Ich habe fertig.
Ok, fast.

Ich fordere RTL und Herrn Jauch, der immer öfter seinen Unmut durchblicken lässt, ultimativ auf, mindestens einen Kandidaten aufzunehmen, für den der Titel der Sendung nicht Utopie, sondern Ansporn darstellt.

Für mich wird WWM immer mehr zu meinem persönlichen "Bauer sucht Frau" - Vollpfosten On Air.
Und deshalb geh ich da nicht hin. So.

Könnt euch wieder hinlegen, mach ich gleich auch.

Komisch, oder? Wenn der Herr Sartre seine Ergüsse mit "Der Ekel" betitelt, ist die Welt hingerissen.

Freitag, 19. Oktober 2012

Hömma, lesma

A.J. Jacobs
Britannica & ich: Von einem, der auszog, der klügste Mensch der Welt zu werden

Dies, meine Damen und Herren, liebe Verschworenen, ist eine Buchempfehlung.
Wer bisher glaubte, er schleppe einen Tornister an unnötigem Wissen mit sich rum, wird sich recht verwundert die Augen reiben, wie jemand, jener A.J. Jacobs nämlich, seines Zeichens Redakteur beim "Esquire", versucht, die gesamte Encyclopedia Britannica, die wohl umfangreichste Wissenssammlung der Welt, durchzulesen.
Oh nö, wie langweilig, höre ich da von den billigen Rängen?
Nundenn, leiht mir euer Ohr und Aufmerksamkeit, denn wir sprechen, also ich spreche und ihr horcht zu, von einem der wohl humorigsten Bücher, die in den letzten 100 Jahren über die Ladentheke gegangen sind.

Die EB umfasst etwa 33.000 Seiten, eng bedruckt, wie es sich für ein ordentliches Nachschlagewerk gehört und die hat unser guter A.J. tatsächlich durchgeackert. In einem Jahr (!).
Ob ihn die Figur des Autodidakten in Sartre´s "Der Ekel" dazu inspiriert hat, kann ich nicht sagen, halte es aber für durchaus denkbar.
Jetzt müsste ich eigentlich auch noch das Skript Sartre´s, dem nicht ganz umsonst das Attribut "Hauptwerk des Existenzialismus" angeheftet wurde, empfehlen, fürchte aber, dass es nur sehr spärlich mit witzigen Szenen, Dia- oder Monologen und Handlungen gespickt ist und somit für die Spass-Generation wenig bis überhaupt nicht geeignet.

Obiges sehr wohl. Man kommt aus dem Schmunzeln gar nicht mehr raus. Schenkelklopf-Pointen sucht man zwar vergebens, aber dafür hat man ja sowieso andere, meist geringfügig plattere Komödianten.
Der Leser wird mitgenommen auf eine wahrhaftige Odyssee von A-Z, durchlebt die Qualen des Autors zwar nicht, entwickelt jedoch eine ungeheure Empathie für ihn, die der gleich ausnutzt, um den Aufgewühlten zu bespassen.

Prädikat: Genial.

Hab mir gedacht, wieso nur immer ich euch traktieren soll, tut´s doch mal selbst!
Morgen verrat ich dann, wenn ihr euch gut führt, was das alles mit der bereits erwähnten Unterhaltungssendung zu tun hat. Vielleicht kau ich aber auch noch ein wenig auf diesem Thema rum. Oder auf dem Felix B. Aber der ist bestimmt schon ziemlich zäh, so mit 43.

Für 49, nämlich Cent, bekommt man die Schwarte gebraucht beim Urwaldfluss-Höker.
Ein lohnendes Geschäft.

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Wer wird Zweiunddreissigtausendionär?

Irgendwie bin ich viel zu optimistisch für diesen Planeten. Mit der Absicht im Hinterstübchen, jedem rätseltechnisch richtig Liegenden einen Keks zu spendieren, übte ich gestern Mässigung und reduzierte meinen eigenen Bisquitverbrauch auf ein absolutes Minimum. Da fällt mir ein: Ich twitterte ja auch mal: Die 4. Tafel Schokolade heute. Auf meiner Beerdigung werden lila Kühe weinen.

Um nicht weiter als unbedingt nötig abzuschweifen, kaufe ich einen bis mehrere Vokale und löse:
Tenzing Norgay hiess der Sherpa, der mit Sir Edmund Hillary als Erster den Mount Everest bestieg und das war die Frage, die Prof. E. Freise zum ersten (damals noch D-Mark) Millionär bei WWM machte.

Und ich hab´s gewusst. Jawoll. Strike. Also nicht, dass der Freise, sondern der Norgay und zwar bevor da irgendwelche a, b, c oder d´s eingeblendet wurden und somit hätte ich die Million verdient gehabt, aber  ich war ja nicht da, sondern musste die Patte im Schweisse meines kettenölverschmierten Angesichts verdienen.

Die Geschichte dazu ist in etwa diese:
Ich sass nämlich damals mit meiner Crew im Backstagebereich einer nicht genannt werden wollender Veranstaltungshalle, wo wir auf den Beginn des Konzerts eines noch weniger genannt werden wollenden Künstlers warteten, der sich aber ein wenig verzögerte, weil er, der Künstler nämlich, ein wenig indisponiert war. Keine Frauensachen.
Also schauten wir fern, wo sich die Herren Freise und Jauch mittels Fragenkatalog duellierten.
Nun wollten es aber der Zufall und übermässiger Erfrischungsgetränkemissbrauch so, dass just kurz vor der alles entscheidenden Frage meine Blase auf Entleerung bestand und keinen Aufschub duldete.
Wie ich den Raum wieder betrat und grad noch so die Frage mitbekam, rief ich: "Tenzing Norgay!", was aber nichts weiter zu bedeuten hat, da ich des öfteren Weisheiten in den Raum werfe, die in etwa auf die selbe Verwunderung stossen.
40 Augenpaare schwenken in meine Richtung, als "Tenzing Norgay" als Lösungsmöglichkeit aufpoppt, ein heftiges Raunen setzt ein, als die Lösung bekannt gegeben wird und weil grad kein Konfetti zur Hand war, bewarf man mich mit Schäkeln.
Wenn ihr vom Googeln zurück seid und wisst, was Schäkel sind, dürft ihr euch fragen, wieso ich a) noch lebe, b) mich wohl öfter so fühle, c) noch nie bei WWM oder Vergleichbarem war oder d) was die Überschrift zu bedeuten haben soll.
Ihr habt nur noch den Telefonjoker, aber da ist ständig besetzt.

Morgen klären wir dann d) auf, weil mich jetzt der Hunger plagt und der Post sonst zu lang wird und das wollen wir den aus aller Welt mit Zwischenstopp Sauerland Zugereisten  nicht zumuten.
Und da sage noch einer, ich sei böse - pfoll liep bin ich, passe mich sogar Niveau und Aufmerksamkeitsspanne ausgewählter Leserschichten an.

Es wird um Konfettiwurf in den nunmehr wieder frei zugänglichen Kommentarbereich gebeten.

Mittwoch, 17. Oktober 2012

Herbstimpressionen

Pfffft, seid ihr aber reingefallen, gelle?

Natürlich werde ich hier und jetzt nicht schreiben, was für ein durchwachsenes Wetter grad  herrscht, wie´s abwechselnd schneit und regnet, zwischendurch die Sonne mal rauskommt und ich tagsüber trübsinnig am Fenster hocke, weil es noch mehr als 1 Woche hin ist, bis ich in den wohlverdienten Urlaub abdüse.

Vielmehr kümmern wir uns heute um Labels, die ja  bei Einigen durchaus das Salz in der Buchstabensuppe ausmachen sollen, wie erst kürzlich vermeldet wurde.
Ein paar gibt es schon:

  • bei D´Artagnans daheim - da wird es um Helden, Vorbilder, coole Typen gehen (vormals im alten Blog unter ViaE gelaufen)
  • Gästebuch - reserviert für -na, wer weiss es?- genau, Gastbeiträge. Andrea, Luisa, Günther Grass und Frank Schätzing haben schon zugesagt, am Dalai Lama bin ich dran.
  • Selbstfindung - da wird den Leuten, singularen wie auch gruppös auftretenden, der Kopf gewaschen und die Achselhaare geföhnt.
  • weia - Äquivalent zu  "alle doof", hat berechtigte Hoffnung, schon in Kürze am fettesten in der Cloud aufzuscheinen.
  • Yiehaaaa - hmmm, über dessen weitere Verwendung habe ich mir bislang wenige bis überhaupt keine Gedanken gemacht. Wird vielleicht eingesetzt, wenn etwas völlig Neues, Aufregendes seinen Anfang nimmt. (Ich wette, den hat keiner adhoc geschnallt. Keiner)
In Planung und damit kurz vorm Wiedereintritt in die Stratosphäre (böses Thema, pfui):

  • Ernte 23 - darunter wird der Autor, der übrigens nicht weiss, ob´s schon bemerkt wurde, hie und da als Cityslicker firmiert, seine erfolgreichen Bemühungen schildern, junge Frauen ins Bett oder doch zumindest an den Herd zu bekommen. Für anglophile Hamburger könnte in diesem Zusammenhang auch HARVEST-EHUDE eine sinnvolle Alternative sein.
  • Ach siehste, da oben steht´s ja schon: Cityslicker. Es muss mit heftigem Auftritt von Selbstironie gerechnet werden.
  • Lö Föhjetong -  hier werden zukünftig kulturelle Highlights verwurstet, Schrift-, Schau- und Selbstdarsteller seziert und  begraben.
  • Wir sind Helden - besonders hervorstechende Vollhonks der Bloggosphäre. Dürfte recht gross werden, die Schrift da in dem Wölkchen.
Weitere Vorschläge, die wie immer nicht honoriert, ja nichtmal anerkannt werden, senden Sie bitte wahlweise an den Papst, Harald Schmidt, Vladimir Putin oder Dieter Nuhr. An letzteren nuhr, weil der mal wieder ein paar gute Gags gebrauchen könnte.
Ich bin da nicht so. Ich kann teilen. Und zwar euch mit, wie jetzt ein ordnungsgemäss befülltes Glas JD auf seine Leerung wartet.
Dem Ruf will ich mich beugen.

Apropos beugen: Ich muss mich, die neue Zeit will es so, dem Diktat der neuen Medien beugen und Dingens hier, wie sagt man noch, achja, Wörters und ganze Halbsätze bilden, um sie anschliessend dehnen und beugen zu können. Das brachte die Welt an den Abgrund und mich zu der Frage, wie´s um eure Reader Credibility bestellt ist. Wer weiss, ohne zu googlen oder Oppa zu fragen, was dieser Tweet bedeutet?

"Tenzing Norgay. Ohne Lösungsvorschläge. Ohne Joker. Ich damals. Aber mich fragt ja keiner."

Nicht schummeln. Ich mach jetzt mal die Moderation an.
Wer mogelt, wird vom Blitz erschlagen, beim Sch...unkeln. Garantiert.